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    Waidmannsheil

    In meiner Kindheit, sozialistische Erziehung, gab es immer Wandertage, die natürlich verbunden waren mit dem Wandeln auf den Spuren der Geschichte. Zum Geburtsort von Albert Kunz oder von Joachim Ringelnatz, oder auch zum Wachtelberg. Einer der Ziele im Wald, nach einer ausführlichen Waldwanderung mit Baumbestimmung, war Waidmannsheil. Eine kleine Einkehr auf einer Waldlichtung im Planitzwald. Immer ein bisschen geheimnisumwittert und gruselig – zumindest aus meiner Kindersicht. Umso mehr, wenn die Lehrerin an so einem Wandertag uns mit Geschichtenerzählstimme von August Bebel, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erzählte, wie sie in diesem Haus heimlich die rote Fahne (die Arbeiterfahne, so dachte ich lange Jahre; eine Zeitschrift, so weiss ich jetzt) versteckten.…

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    Naturhochzeit

    Am Samstag waren wir zu einer Naturhochzeit einer lieben Blogleserin eingeladen. Ich liess den Mann daheim und fuhr mit den Kindern nebst Tochterbesuchsfreundin an die Leitzach, einem Fluss der aus vielen kristallklaren Quellbächen aus dem Mangfallgebirge zusammenfliesst. Ein wirklich wundervoller Ort, um eine Hochzeit zu feiern. Mit Wald, Moos und breitem, flachen Flussbett, Steinen und Strand. Zu Beginn versammelten wir uns, schrieben kleine Zettelchen mit Wünschen für das Brautpaar und suchten jeder einen besonders schönen Stein ganz bewusst für das Ritual aus. Dann gingen wir gemeinsam zum Ritualplatz, wo ein Schutzkreis aus Salz gezogen war, der mit Steinen markiert und gemäss den vier Himmelsrichtungen und Elementen geschmückt war. In der…