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    Von Freundschaften – meine Reise nach Helsinki

    Merel habe ich ca 1998 kennengelernt. Ich entdeckte sie in einem der Deco-Heftchen, die ich mit anderen BreiffreundInnen tauschte. Ihre Einträge waren Blau-Indigo-Violett, immer etwas melancholisch und verwunschen. Ich schrieb ihr einen Brief und wir begannen eine Brieffreundschaft. Ich war gerade nach Kühlungsborn gezogen. Ich erinnere mich noch genau, wie ich im Fenster meiner damaligen Wohnung, meiner ersten eigenen, saß. Draussen tobte der Sturm, der rauhe Ostseewind. Und ich las ihren Brief. Umgab mich mit dem Blau ihrer gestalteten Papiere, der Stimmung und dem Samt der Kleidung, den Spitzen und Stimmungsbeschreibungen. Unsere Brieffreundschaft hält bis heute an. Es gab Zeiten, da waren die Briefe etwas spärlicher, zusätzlich trafen wir uns…

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    Mit der Tochter in Paris

    Irgendwann hatte sich die Tochter einen Ausflug nach Paris gewünscht. Mal den Eiffelturm sehen und Crème brûlée essen. Es hat einige Jahre gedauert, bis wir den Wunsch Wirklichkeit werden lassen konnten. Zum Geburtstag gab es einen Gutschein für unseren kleinen Paris-Ausflug, den wir in den Pfingstferien dann einlösten. Um unser Budget nicht zu sehr zu strapazieren, buchte ich ein 2-Bett-Zimmer in der Jugendherberge Jules Ferry, da wir eh eine Familienmitgliedschaft beim DHJ haben (und diese für Hosteling International gilt). Mit dem TGV reisten wir von München aus direkt nach Paris Gare de l’est. Ich fand die Reise sehr komfortabel, der Tochter gingt es nicht ganz so gut. In Paris bezogen…

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    Eine Kalligrafiewoche in Freising

    Schreiben – Essen – Schlafen. So könnte ich die Woche in drei Worten beschreiben. In Wirklichkeit war es natürlich viel tiefgründiger, umfassender und beeindruckender. Sehr kurzfristig habe ich mich zu einer Fortbildung, einer Schreibwoche zur Capitalis Monumentalis bei Torsten Kolle, im Domberg Scriptorium Freising angemeldet. Von Montag bis Freitag führte uns Torsten gelassen und geduldig in die Geheimnisse und Fertigkeiten der erhabendsten aller Schriften, der Capitalis Monumentalis, ein. Diese Schrift gilt als die schönste und ausgewogendste Antiqua. Sie ist auf der Trajan Säule in Rom zu finden und ist Vorlage und Ausgangspunkt für viele moderne Antiqua-Schriften. Nicht nur der Blick aus meinem Fenster, sondern auch die Umgebung des Dombergs waren…