Ein Umweg über Wiesbaden

Nachdem mir eine liebe Blogleserin den Tipp mit der Gottfried Pott Ausstellung in der Kunstarche in Wiesbaden gegeben hatte, wollte ich da unbedingt gern hin. Ich überlegte, wie ich einen Ausstellungsbesuch in den Terminkalender einbasteln könnte und kam darauf, einen kleinen Umweg auf der Wolf-von-Oma-Abholrunde zu fahren. So kam es, daß ich am Donnerstag nach Wiesbaden aufbrach und dort ein paar schöne Tage mit mir selbst (und Menschen aus dem Internet) verbrachte. Ich schlenderte am Rhein entlang, aß sehr lecker und genoss die stillen Abende im Hotel (Motel One am Hauptbahnhof in Wiesbaden). Ich schlenderte durch Buchläden und Fußgängerzonen, gönnte mir spontan eine Thai-Gesichtsmassage und schrieb echte Papierbriefe. Am Samstag machte ich einen kleinen Abstecher nach Offenbach ins Klingspor-Museum, um später am Nachmittag weiter zu meinen Eltern zu fahren und dort den Wolf einzusammeln. Am Sonntag nachmittag waren wir dann wieder daheim und konnten noch das tolle, fast schon sommerliche, Wetter geniessen.

Kalligrafie Ausstellung in der Kunstarche beim Stadtarchiv Wiesbaden. Sehr beeindruckend, in die Arbeiten von Gottfried Pott im Originial einzutauchen.


Marktkirche in Wiesbaden. Wunderschönes Bauwerk mit der Beschriftung: “Hervorragendes Beispiel für den Kirchenbau der Romantik in Deutschland”

Mittagspause bei Gabriel in der Rheinstrasse 43 in Wiesbaden. Sehr, sehr leckeres und veganes libanesisches Essen. Ein Tipp aus dem Internet. Danke!

Fertig für den Tag: Auf gehts nach Offenbach.

Das Klingspor-Museum. Ich schwelge in Druckgrafik und Typografie und erinnere ich an Studienzeiten und die Lust und Möglichkeiten auf freies Arbeiten und Experimente.

Buchomat.


Indisches Essen in Offenbach. Ein kleines, neu eröffnetes Restaurant mit vielen veganen (gekennzeichneten!) Gerichten. Der leckerste Inder seit langem. (Zafran, Herrnstrasse 18, Offenbach)
Überhaupt hat mich, so aus der oberbayrischen Pampa heraus, die kulturelle Vielfalt in der Stadt sehr beeindruckt. Ich habe in den Tagen italienisch, indisch, afghanisch, libanesisch gegessen. Es war nicht schwer, vegane Gerichte zu finden, die meisten Restaurants und Spiesekarten hatten ausgezeichnet, ob sie veganes und/oder halal Essen im Angebot haben. In den Zeitschriftenläden der großen Bahnhöfe habe ich lauter tolle Zeitschriften und Magazine gekauft, die ich mir ja immer gern auch mit einem fachlichen Auge ansehe. So viel tolles Design, Ideen und Nischen. Bekomm ich ja nicht alle Tage zu Gesicht. Aufgefallen ist mir auch, daß “mobil”, die Kundenzeitschrift der Bahn, in neuem Kleid daherommt. Gefällt mir gut.

Nach vielen Eindrücken ging es am Sonntag dann eine lange Bahnreise zurück nach Hause. 7 Stunden dauert die Reise von meinen Eltern zu uns. Nun starten wir wieder in unseren Alltag mit all seinen terminen, Herausforderungen und kleinen Freuden.



9 Kommentare
Kathrin
Klingt und sieht nach einer schönen Reise aus. Ein gute Idee von dir ein paar Tage “raus zu kommen” und dies mit der Abholung vom Wolf zu verbinden. Ich gönne es dir von Herzen und Danke fürs teilen.
Lg,Kathrin
andrea
kann ich mich nur anschliessen. mit sich selbst zu verreisen, wie schön :-)
Gabriela, Berlin
Siehst Du aber plötzlich jung aus! Ich dachte erst, Du seist Deine Tochter auf dem Hotelbild. Bis ich las, dass Du alleine unterwegs warst.
Diana
Hallo Ramona, freut mich, dass dir mein Tipp gefallen hat. ? Bereite mich gerade auf meinen Stoff-Pinsel-Workshop bei Joachim Propfe am WE in Weimar vor. D.h. ich versuche Stoffe zu bügeln und anschließend zu rollen. Hoffe das Schreiben ist einfacher. ? LG Diana
Likes