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    Von Freundschaften – meine Reise nach Helsinki

    Merel habe ich ca 1998 kennengelernt. Ich entdeckte sie in einem der Deco-Heftchen, die ich mit anderen BreiffreundInnen tauschte. Ihre Einträge waren Blau-Indigo-Violett, immer etwas melancholisch und verwunschen. Ich schrieb ihr einen Brief und wir begannen eine Brieffreundschaft. Ich war gerade nach Kühlungsborn gezogen. Ich erinnere mich noch genau, wie ich im Fenster meiner damaligen Wohnung, meiner ersten eigenen, saß. Draussen tobte der Sturm, der rauhe Ostseewind. Und ich las ihren Brief. Umgab mich mit dem Blau ihrer gestalteten Papiere, der Stimmung und dem Samt der Kleidung, den Spitzen und Stimmungsbeschreibungen. Unsere Brieffreundschaft hält bis heute an. Es gab Zeiten, da waren die Briefe etwas spärlicher, zusätzlich trafen wir uns…