• _Alltag

    Beginn der dritten Zuhausewoche

    So langsam kippt auch bei uns die Stimmung. Die Kinder werden immer unmotivierter, ihre Hausaufgaben zu erledigen, wir immer unmotivierter uns daneben zu setzen. Ich bin ein bisschen angeschlagen. Der Hals ist wund, bisschen Nase und Husten. Und dann gleich das innere Abchecken nach Corona-Symptomen. Doch finde ich jeden Tag irgendwie in meine innere Stabilität zurück. Wovor haben wir eigentlich Angst? Gestern hab ich in meinem Tagebuch notiert, dass uns diese Pandemie mit unserer eigenen Begrenzung und unserer Sterblichkeit konfrontiert. Das ist keine leichte Kost. Ausserdem ist es natürlich eine Hochleistung für unser Gehirn, unser ganzes Nervensystem gerade. Erstens mag unser Gehirn keine Veränderungen. Veränderungen kosten unglaublich viel Energie. Zweitens…

  • _Bücher

    gelesen :: Der Schrecken verliert sich vor Ort

    Über das Buch habe ich in einem anderen Buch gehört/gelesen. Letzten Jahr hatte ich “Meine wundervolle Buchhandlung” auf dem Ohr. Einer der darin erwähnten Bücher war jenes, was mir dann eine Freundin geliehen hat, damit ich es lesen kann. Der Schrecken verliert sich vor Ort Lena lernt vor einem Gerichtssaal Heiner kennen, ein Mann der älter ist als sie und Auschwitz überlebt hat. Die beiden verlieben sich ineinander und lassen sich auf eine Beziehung ein, die für beide nicht ganz einfach ist. Für Lena nicht, weil sie Heiners Geschichte mit tragen muss, die so sehr sein Leben bestimmt: Wort, Geräusche, Szenen – es gibt viele Alltagsdetails, die Erlebnisse in seiner…

  • _Alltag

    Fünftes Märzwochenende

    Beim Nachrichten lesen schleicht sich dieses ungute Gefühl leise heran und macht sich im Körper breit. Bedrohlich, unbehaglich, nicht recht fassbar. Ich habe den Fehler gemacht, gleich am Morgen Nachrichten zu lesen. Schnell rudere ich zurück, Frühstücke und konzentriere mich auf das Hier und Jetzt. Auf das Atmen und Dankbarkeit für alles, was wir gerade trotz der Ausgangsbeschränkung miteinander haben. Bei einem Spaziergang mit dem Mann kann ich den Gebustag des Sternguckers besprechen. Der ist im zeitlosen Wabermodus (dem Buddenbohm geht es übrigens ähnlich mit der nicht vorhandenen Konzentration) bisschen aus dem Fokus gerückt. Es ist noch etwas Zeit, dennoch besprechen wir Geschenkideen für unseren Jüngsten. Er wird im April schon…