• familie

    Aus dem Kleiderschrank

    Die Tochter war kleidungsmässig schon immer sehr unkompliziert. Abgesehen von einer kurzen rosa-glitzer-Phase zog sie immer an, was da war. Ich mochte ihren Stil. Röcke über Hosen, Ringelleggins, Prinzessinnenkleider, gemütliche Schlumperhosen, verschiedenfarbige (oder keine) Socken. Sie meckerte selten über das, was wir an Klamotten da hatten. Es war ihr in erster Linie wichtig, daß sie sich wohl und bequem drin fühlte. Schliesslich kletterte sie auf Bäumen, baute Höhlen, forschte am Teich oder beobachtete Tiere. Jetzt ist die Tochter fast ein Teenager. Irgendwann begann sie, darauf zu achten, wie sie aus dem Haus ging. Sie schaut sich Styles in Zeitschriften an, tauscht sich mit ihren Freundinnen aus, trägt nur bestimmte Klamotten-Kombinationen…

  • ich

    Zurück

    Gestern abend war ich also nochmal aus – mich von einem Freund lecker bekochen lassen. Heut morgen dann, noch ein Streifzug durch den Garten, Kräuter gepflückt, Gurken aus dem Gewächshaus geerntet, das letzte Gepäck eingepackt bzw in die Pakete nach Hause verstaut. Dann folgten schier endlose Stunden mit der Bahn. Durch gelbe Rapsfelder, öde Bahnhöfe und schöne Landschaften. Mit wuseligen und müden Kindern, zu wenig Mittagsschlaf, zu viel Bewegungsdrang. Aber endlich kamen wir zu Hause an. Konnten den Mann in die Arme schliessen, Post öffnen, gemeinsam Abend essen, Freunden Hallo sagen, vertraute Luft schnuppern und heut abend wieder im eigenem Bett schlafen. Schön war unsere Osterreise. Gefüllt, erfüllt, vielseitig, vertraut.…

  • ich

    Im Muldental

    Mein ostersonntägliche Laufrunde bei tollstem Sonnenschein führte mich ein paar Kilometer Richtung und entlang der Mulde. In Schmölen fährt die Fähre wieder. Sie war beim letzten Hochwasser weggeschwemmt worden. Ich lief ein Stück am Damm entlang und dann durch den Wald wieder zurück nach Hause. Am Montag gab es noch etwas Muskelkater. Die letzte Laufrunde ist ja doch ne Weile her. Gestern trafen wir uns mit einem alten Kumpel, den wir schon viele Jahre nicht gesehen hatten und wunderten uns über die tote Innenstadt (kein einziges Café hatte offen!). Am Ende konnten wir doch wenigstens ein Eis in der Kulteisdiele der Stadt schlecken. Danach fuhr ich alleine ohne Kinder nach…