Schönberg

Wenn wir aus Tochters Zimmerfenster durch die Häuser hindurchblicken, sehen wir den Schönberg. Auch von Vauban aus sieht man ihn. Und wenn wir ein Stück spazieren gehen, dann können wir am Fuße des Schönbergs entlang hoch zum Jesuitenschloss laufen. Beim Pfingstcamp haben wir von Au aus eine Wanderung auf den Schönberg gemacht. Eine Schnitzeljagd, eine Geburtstagswanderung. Oben angekommen verriet uns Karta Purkh Kaur, daß wir doch mal in den Maulwurfshügeln ein bisschen wühlen sollten, dann würden wir Scherben von keltischem Töpfergut finden.

Das war spannend. Und wir fanden tatsächlich kleine Stücken, die man leicht hätte mit Steinen verwechseln können. Aber Karta Purkh Kaur war mal mit einem Geologen hier und der erzählte ihr, daß dies keine gewöhnlichen Steine sondern eben jene keltischen Tonscherben aus schwarzbrennendem Ton sind. Wie passend das war, da grad die Tochter in der Schule eine Projektwoche zum Thema Kelten hatte. So konnte sie zum Morgenkreis selbstgefundene Tonscherben mitbringen.
Die Kelten lebten so um Christus Geburt herum hier in der Gegend oben auf dem Schönberg. Auf sie ist auch der Name des Hexentals zurückzuführen. Das kommt nämlich nicht von Hexe, wie man es vielleicht denken könnte (und da gibt es auch viele alte Sagen dazu), sondern ist auf “Hags” zurückzuführen, was bei den Kelten Gebüsch oder Hecke bedeutete. Daraus wurde mit der Zeit umgangsprachlich das Wort Hexe abgeleitet. Auch während des Mittelalters war es üblich, die Höfe, Acker und das Weideland mit Hecken und anderen Pflanzen zu umzäunen. Damit versuchte man, das Wild von den Feldern fern zu halten, damit die Ernte nicht verloren ging.
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Wurzelfrau
Ich liebe den Schönberg, in Freiburg hab ich auch von meinem Wohnzimmerfenster auf ihn schauen können. Gott, ich vermiss ihn!
Liebe, liebe Grüße
Joy
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