Wochenende :: Kinderchaos, Rosen und Tegernsee
Es war für mich das zweite Wochenende ohne den Mann in diesem Monat. Er startet an Ausbildungswochenenden immer schon sehr früh, um das ganze Gongequipment aufzubauen. Ich war also ab dem Frühstück mit der Bande allein.
Zum Frühstück esse ich selbstgebackenes Brot, Papaya und trinke grünen Tee.
Draussen regnet es, drinnen stänkern und kloppen sich die Jungs, sodass morgens schon meine Tagesenergie aufgebraucht ist. Das Chaos drinnen ist kaum zu ertragen.
Ich färbe meine Haare rot (sie bekommen nur einen roten Schimmer).
Ich versuche meine Nerven zu behalten, indem ich zwischendrin ein bisschen ATCs bastele.
Gegen Mittag fahre ich kurz eine Freundin bei der Yogalehrerausbildung besuchen. Sie hat noch meine Gongtasche, die ich gegen eine neue gepolsterte zurücktausche. Ich freue mich sehr, sie zu sehen und fahre ganz erfüllt wieder zurück. Die Tochter passt derweil auf die Jungs auf. Das klappt ganz gut.
Ich hole einige unserer Tulpenzwiebeln aus der Erde. Die Zwiebeln wurden teilweise vom Wasser rausgeschwemmt. Die Zwiebeln haben sich sehr vermehrt. Da sind noch jede Menge mehr Blumenzwiebeln und Blumenzwiebelbabies in der Erde (ich mache sie raus, weil der Garten gestaltet wird und sie im Herbst wahrscheinlich an anderer Stelle wieder eingesteckt werden)
Der Wolf spielt den ganzen Nachmittag mit seinem Freund. Sie spielen Uno, Fußball und Schach. Der Wolf ist grad ganz begeistert von Karten- und Brettspielen.
Oder Rollenspielen, wo unser Wohnzimmer danach komplett verchaost ist. Uff. Gegen 17 Uhr ist nochmal ein Tiefpunkt, mit Geschrei, Tränen und Erschöpfung auf allen Seiten.
Wir essen Kartoffelbrei und Pfannengemüse zum Abendessen. Ich bringe den Sterngucker ins Bett. Er schläft blitzschnell ein. Die Tochter verabschiedet sich ins Kino.
Der Wolf erledigt den Abwasch während ich Wäsche aufhänge und Wohnungschaos beseitige. Danach bauen wir noch etwas Lego. Der Mann kommt nach Hause als wir alle schon im Bett liegen.
Der Sonntag startet wieder früh. Als der Mann weg ist, frühstücke ich und versuche ein bisschen zu lesen. Die Jungs beginnen noch im Schlafanzug schon wieder mit ihrer Geschwistertriezerei. Das muss wohl so.
Gegen 11 Uhr fahren wir zum Rosenfest der Heilpraktikerin Maria Riedel. Im verwunschenem Garten voller Rosen, Duft und Verpflegung lasen wir uns trotz wechselhaftem Wetter verzaubern. Rosen überall – die Bilder muss ich unbedingt noch zeigen. Wir treffen viele bekannte Gesichter. Hier kennt wirklich jeder jeden.
Nach einer kurzen Mittagspause fahren wir weiter an den Tegernsee unseren Freund besuchen, der da zur Reha ist. Wir verbringen einen angenehmen Nachmittag mit Karten- und Würfelspielen, Spaziergang und abschliessend einem Essen im Restaurant. Wir fahren zurück, bringen noch die Tochterfreundin nach Hause und machen uns bettfertig. Der Mann ist bereits zurück, macht aber eine kleine Pause, erschöpft vom Ausbildungswochenende. Dann sitzen wir aber noch gemeinsam auf der Couch und erzählen uns von unseren Erlebnissen.
Das war ein sehr volles und emotional umfangreiches Wochenende. Tiefe Erschöpfung, innige Liebe, unsägliches Chaos und unbeschreibliche Schönheit, Trauer, Wut, Freude, Dankbarkeit, Glück – alles war dabei. Danke, Leben!















